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Über uns

„Das Rhizom selbst kann die verschiedensten Formen annehmen, von der Verästelung und Ausbreitung nach allen Richtungen an der Oberfläche bis zur Verdichtung in Knollen und Knötchen.
Im Rhizom gibt es das Beste und das Schlimmste: die Kartoffel, die Quecke, das Unkraut.“

(Gilles Deleuze & Felix Guattari)

Gegründet 1988 von Christian Bachler, Ursula Strauß und Leo Kreisel
RHIZOMS on the road: Barbara Teubl, Werner Kothgasser, Fritz Oberleitner, Markus Stieber, Dietmar Hollenstein, Gue Schmidt, Andrea Speetgens, Albert Pall
RHIZOM 2017: Angelika Thon, H.J. Schubert, Mirko Maric, Leo Kreisel-Strausz
Übersetzungen: Sandra Ziagos (spanisch); Jutta Zniva (englisch)
Kult-Technik & Kopf-Handwerk: Geari Schreilechner, Ewald Puhr
Ordentliche Mitglieder*: Christian Bachler, Margret Kreidl, Manfred Kummer, Petra Kohlenprath
Assozierte Mitglieder*: Vanessa Cvahte (Slo) als Freidenkerin

Christian Bachler  pdf  Foto
Mirko Maric  pdf  Foto
Angelika Thon  pdf
Heinz Schubert  Foto
Leo Kreisel-Strausz  Foto

 

Celebrating Diversity

RHIZOM besteht seit 1988 mit Basislager in Graz. RHIZOM versteht sich als Kunstkollektiv, das in einer nichthierachischen Struktur organisiert ist. Sie bietet den infrakulturellen Hintergrund für individuelle und kollektive künstlerische Entscheidungsautonomie.
 
Schwerpunktmäßig ist die Arbeit einerseits auf internationale Kulturaustauschprojekte gerichtet, andererseits werden lokale Verhältnisse und aktuelle Ereignisse zum Thema der Auseinandersetzung gemacht. RHIZOM verfolgt Kontext-Kunst, die unmittelbar, transdisziplinär und partizipativ ist.
 
Ziel ist, die eigenen kulturellen Begrifflichkeiten durchlässiger zu gestalten, Anderes wahrzunehmen, neue Anknüpfungspunkte zu finden und zu verbinden, was so noch nicht verbunden wurde.

Die künstlerische Vorgehensweise folgt einer prozessorientierten offenen Konzeption, in der mediale Möglichkeiten ausgetestet und auf die Gegebenheiten vor Ort reagiert werden kann. Der Inhalt bestimmt letztlich das Medium.
 
Fragen nach Formen, Bedingungen und Wert nichtkommerzieller Kunst-Arbeit sind integraler Bestandteil von RHIZOM-Kunst.


Aktuelle Projekt-Tableaus

Kunst ist Forschungs- und Entwicklungsarbeit inmitten der Gesellschaft, geeignet, 
wichtige Impulse in alle Bereiche gemeinsamen Lebens auszusenden.

I. KUNST-Projekte im urbanen und ländlichen Kontext
Bildende Kunst und transdisziplinäre Projekte
Öffentlicher Raum Steiermark und temporäre Zwischennutzungen 
von Räumen in Land und Stadt


von hier aus. räume und geschichte(n)
In dieser Projektreihe präsentiert sich das RHIZOM als Radikant (wie z.B. Efeu) – ein Denken der Übersetzung: die prekäre Verwurzelung beinhaltet die Kontaktaufnahme mit einem 
Gastland, einem unbekannten Territorium. Jeder Kontaktpunkt auf der radikanten Linie stellt somit 
die Bemühung um eine Übersetzung dar… (aus: Der Radikant, Nicolas Bourriaud, merve Verlag Berlin, 2009)

participation mystique . gefundene installationen
Das kollektive Schöne artikuliert sich an allen Ecken und Enden. Die Produktionen aus dem kollektiven Unbewußten zeigen sich in vielfältigen Ordnungs- und Markierungsritualen. Es sind Formulierungen eingebettet in funktionelle banale Zusammenhänge, überlieferte und transformierte Schichtungs- Häufungs- und Verdichtungsverfahren, die sich als pure alltägliche Poesie erweisen. (seit 2011 fortlaufend)

rhizom . weiten
RHIZOM reagiert unmittelbar auf brisante künstlerische Entwicklungen und unterstützt diese unbürokratisch mit Know how und infrakulturellen Maßnahmen.


II. KULTUR-Projekte und Kooperationen regional & überregional
Bildende Kunst, Neue Musik, Literatur und transdisziplinäre Projekte

mark & pein – aktuelle kunst aus weitem land
In dieser Projektreihe begeben wir uns auf die Suche in tiefe Täler, abseits gelegene Kleinstädte oder Dörfer. Wir sind den Intensitäten auf der Spur, die sich in oft feindlicher Umgebung bilden, an ihrem Ort standhalten, das Weite suchen, die Kunst als Lebensmittel begreifen – als demokratische Äußerung in Vielgestalt.


III. INTERNATIONALE KULTURAUSTAUSCH-Projekte

desde aqui. von hier aus.
Nicaragua-Österreich (seit 2009 fortlaufend)
Transdisziplinäre Projekte
Die Geschichte beginnt in einer (Zelt-)Stadt im Zentrum der Hauptstadt Managua, die von hunderten Plantagenarbeitern/innen und ihren Familien aus Chinandega 2004 errichtet wurde und immer wieder über längere Zeiträume bewohnt wird. Als Stadt wider das Vergessen.
Eine Stadt benannt nach dem Pestizid Nemagon (DBCP/Dibrom-Chlorpropan), das, hergestellt von Dow Chemicals, Shell Oil und Occidental, von Standard Fruit (Dole Food Company), Del Monte und United Fruit (Chiquita) auf den Bananenplantagen in Nicaragua (u.a. zentral-amerikanischen Staaten und Afrika) eingesetzt wurde. Das Pestizid führt bei kontinuierlichem Kontakt zu schweren gesundheitlichen Schäden bis zum Tod. Während der 70er und 80er-Jahre wurden bis zu 22.000 Arbeiter/innen allein in Nicaragua wissentlich dem Pestizid ausgesetzt. Obwohl Nemagon bereits 1979 auf Grund der bekannten gesundheitlichen Schädigungen in den USA verboten wurde, kam es noch bis 1985 in einigen Ländern Lateinamerikas zum Einsatz. Alle Proteste seit nunmehr 21 Jahren, alle gewonnenen Entschädigungs-prozesse in -Nicaragua, alle geführten Prozesse vor amerikanischen Gerichten haben zu keiner würdigen Entschädigung der Opfer geführt. Dole hat bis jetzt keinerlei Verantwortung für die nachhaltige Schädigung der Arbeiter/innen übernommen.
Diese Geschichten müssen von den Betroffenen immer wieder erzählt werden und dieses Erzählen wird immer wieder zu anderen Spuren führen, andere Möglichkeiten eröffnen. Dieses immer wieder von Neuem anfangen, ist die Strategie gegen das Vergessen, gegen den Tod. Es muß über die Distanzen hinweg erzählt werden und im Verstehen wollen, im reflektierenden – Urteilen kann sich globales gemeinschaftliches Handeln entwickeln – als neue Perspektive für alle Beteiligten. (frei assoziiert nach Hannah Arendt 1906-1975)

Mit den Mitteln der Kunst im öffentlich lokalen und globalen Raum
Wir arbeiten mit den Mitteln der Kunst, die Aktuelles vor Ort aufnimmt und unmittelbar entwickelt. Indem zirkulär kommuniziert, übersetzt und gehandelt wird, nimmt etwas Gestalt an – im Wechselspiel aller Beteiligten und im Bewußtsein, dass sich viele Vorstellungen von Norden nach Süden und umgekehrt in Brüchen, Verschiebungen, Spiegelungen und Vorurteilen bilden. Die Teilnehmer/innen hier wie dort, bringen ihre eigenen Erfahrungen, Wahrnehmungen und Vorstellungen ein, die dann in Form künstlerischer Interventionen (transdisziplinär, medienübergreifend) in den öffentlichen Raum* übersetzt werden – von und mit den unmittelbar Betroffenen.
* Dieser schließt Social media mit ein.


IV. INFRAKULTUR-Projekte – über Bedingungen nichtkommerzieller Kunstarbeit
Interventionen & Aktionen

lebendaktie
Die anhaltend prekäre ökonomische Situation im experimentellen nichtkommerziellen Kunstbereich abseits von Waren- und Eventproduktionen macht eine permanente strukturelle Reflexion und Darstellung der Arbeitsbedingungen und Kunst(über)lebensmöglichkeiten notwendig. lebendaktie spürt den Arbeitsbedingungen von Künstler/innen nach und stellt Fragen und sucht Antworten nach dem Stellenwert/dem Standort von Kunstarbeit in unserer Gesellschaft.


Danke!

Personen, die wir auf Grund ihres Engagements für die rhizomatische Sache in inhaltlicher und anderer ART im historischen Kontext nennen wollen:
Ursula Strauß, Elisabeth Prinschitz, Ruth Seipl, Reni Hofmüller, Yogi Hofmüller, Franz Niegelhell, Ria Grabner, Andreas Platzer, Gue Schmidt, Felipe Ehrenberg, Geari Schreilechner, Hector Aquilar, Jurek und Maciej Majewski, Ilse Weber, Vanesa Cvahte, Moke Klengel, Christoph Rath, Marlies Stoeger, Andre Tschinder, Andreas Unterweger, Lothar Lässer, Werner Kothgasser, Ewald Puhr, Julian Friedrich, Ralf Thon, Ernesto Salmerón, Manfred Kummer, Josef Strauß, Johann Kreisel, Michi Hampala, Rajiv Joshi, e.d. gfrerer, Consuelo Mora Benard, Josef Fürpaß, Frie Reissig, Colectivo Veinti3, Petra Kohlenprath, Margret Kreidl

Sorry an die, die wir vergessen haben, es wird laufend aktualisiert und erinnert.

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