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Das Fluxus-Luxus-Prekariart „El Eden“
Die totale Entleerung des RHIZOM-Materialdarms*


Die anhaltend prekäre ökonomische Situation im experimentellen nichtkommerziellen Kunstbereich macht eine permanente strukturelle Reflexion der Arbeitsbedingungen und Kunst(über)lebensmöglichkeiten notwendig.
Das Fluxus-Luxus-Prekariart spürt den eigenen Arbeitsbedingungen und Zukunftsmöglichkeiten nach, stellt Fragen und sucht Antworten in konkreten künstlerischen Feldversuchen zu finden.

2011 soll eine Produktion von Gütern des rhizomatischen Gebrauchs anlaufen. Eine zu RHIZOM passende Fluxus-Shop Variante wird kreiert und in einem Laden und im web umgesetzt – als neues Reality-Format.

*ad fluxus
In seinen ersten Manifesten benutzte  Maciunas, der wichtigste Protagonist dieser Kunstbewegung, den litauischen Begriff „Darmentleerung„, als auch die amerikanische  Wörterbuchdefinition von „Flux“ zur Definition von Fluxus: „Akt des Fließens: eine kontinuierliche Bewegung oder  Entschwinden, wie bei einem fließenden Strom; eine  andauernde Folge von Veränderungen.“ Dick Higgins formulierte  später eine Liste von Fluxus-Merkmalen: Internationalismus, Experimentalismus, Ikonoklasmus, Intermedia, die Auflösung der Kunst&Leben-Dichotomie, Wirkungshaftigkeit, Spiel und Witz, Vergänglichkeit, Einzigartigkeit. Die Liste lässt  erkennen, daß Fluxus „Kunst“ mitten in den Handlungen des  Alltags entdeckte, so wie Cage den Lärm als Musik definiert hatte. Im Dadaismus und Surrealismus waren Werke aus Fundstücken entstanden, sogenannte objets trouves. Die Szenen  des Fluxus operierten mit „evenements trouves“, mit  alltäglichen Handlungen, denen sie einen neuen, künstlerischen Sinn gaben. Das zielte auch auf eine Auflösung des traditionellen Status von Kunstwerken, die  nicht mehr ein dauerhaftes, vermarktbares Produkt sein mußten, sondern vergänglich sein konnten, oder eben  auch nur aus einer Handlung bestanden. Dieses neue Flux-Werk wurde  häufig nicht von einem einzelnen, sondern von einem Kollektiv  produziert, ohne langwierige Planung und Einpassung in ein OEuvre: on the road und just in time. Fluxus entpersonalisierte den kreativen Akt, betonte eine kollektive Produktion.

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