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SVA – Social Venture Analyses im Luxus-Prekariat El Eden

Sozial-Wagnis-Analysen

 

SVAAMSKSVF… (gefährliche Abkürzungen)

Anzunehmen wäre, dass eine Gesellschaft die Regeln für ihr Zusammenleben selbst bestimmt. Und das Instrument zur Regelfindung wäre Politik. Derzeit verhält es sich allerdings so, dass sich Politik zu einem Instrumentarium der Wirtschaft umstrukturiert.
 Dies hat zur Folge, dass die Gesamtheit der Notwendigkeiten für ein gedeihliches Zusammenleben in einer Gesellschaft simplen Marktmechanismen unterworfen wird. Die Auswirkungen sind fatal: alles, was nicht zum weiteren Wachstum der Wirtschaft beitragen kann, weil es andere Zielsetzungen verfolgt, wird als obsolet betrachtet und kann daher eingespart werden. Das frei werdende (Volks-)vermögen, der Realwirtschaft entzogen, wird zum Spielgeld auf den virtuellen Märkten.
Politik betreibt daher nicht nur die kalte Enteignung ihres Souveräns, sondern retourniert auch die soziale Verantwortung an denselben. Mit dem Schlagwort „Eigenverantwortung“ wird der Rückzug der Politik aus der Pflicht gegenüber der Gesellschaft gerechtfertigt.

Das RHIZOM-Projekt „SVA – Social Venture Analyses“ macht es sich daher zur Aufgabe, den Auswirkungen nachzuspüren und den Erkenntnisgewinn mit den Mitteln der Kunst weiterzugeben.




Involvierte bzw. Eingeladene:
Colectivo Veinti3 (Consuelo Mora Benard, Moisés Mora, Juan Carlos Mendoza, Darwin Andino, José Montealegre), Alena Baich, Albert Pall, Frie Reissig, Dagmar Anna Hödl, ekw 14,90 (Moke Klengel, Christoph Rath, Marlies Stoeger, André Tschinder*), Gue Schmid, Alan Kline, Karl Wilhelm Krbavac, Margret Kreidl, Stefanie Sargnagel, Zita Oberwalder, Lucas Cejpek, amici delle SVA (Robert Blazek), IG-Kultur Stmk mit Lidija Radojević, Evelyn Schalk, Jogi Hofmüller und Anita Hofer, Ingo Abeska, H.J. Schubert, Angelika Thon, ed gfrerer, Mirko Maric, Leo Kreisel-Strausz, Geari Schreilechner, Sandra Ziagos, Jutta Zniva, Doris Prlic, Andreas Kurz und André Tschinder*, Rainer Possert, Heribert Hirschmann, Edgar Sorgo, Margit Maure, Hunger auf Kunst & Kultur, Salon Brösl mit Eva Brede, Johanna Glösl und Tanja Peball, Die Jugendlichen (J., A., K., O., M., I., und einige mehr) u.w.





11-12., 24.-26. April und 1.-3., 8.-10., 15.-17., 22.-24., 29.-31. Mai 2014


jeweils Donnerstag bis Samstag 

18 bis 23 Uhr


Luxus-Prekariat EL EDEN
RHIZOM
Jakoministraße 16, 1. Stock
8010 Graz

T +43(0)699-12040482


Mit Unterstützung des Kulturamtes der Stadt Graz und der Kulturabteilung des Landes Steiermark


IT WAS


I. Woche

Freitag, 11. April 2014

16 bis 18 Uhr


Präsentation Publikation / IG Kultur Steiermark
„Es gibt viel zu tun – Für eine Demokratisierung der Kulturpolitik im 21. Jahrhundert“


Lesungen/ Statements von
Lidija Radojević (Kulturanthropologin, SLO)
Evelyn Schalk (Ausreisser)
Jogi Hofmüller (Mur.at)
anschliessend Publikumsdiskussion

Moderation: Anita Hofer (IG Kultur)

19 Uhr

 opening
systemdurchlüftung _ schwerer wind muss her
Installation

H.J. Schubert

16–23 Uhr

Club-Bar Herz der Finsternis

 

Samstag, 12. April 2014

18–23 Uhr
systemdurchlüftung _ schwerer wind muss her
Installation

H.J. Schubert

Club-Bar Herz der Finsternis

 

2. Woche

Donnerstag, 24. April 2014


19 Uhr opening


Wer wird das Kind schaukeln?
Interaktive Installation
an.thon

18–23 Uhr

Club-Bar Herz der Finsternis



Freitag, 25. April 2014

19 Uhr opening


Schöne Axt zum Auslichten
Text-Installation

Margret Kreidl

Wer wird das Kind schaukeln?
Interaktive Installation
an.thon

18–23 Uhr

Club-Bar Herz der Finsternis


Samstag, 26. April 2014

19 Uhr opening
Lager Liebenau / im Keller der Kommandatur 04.04.1945 – 25.03.2013
Triptychon / Fotoinstallation

Rainer Possert

„Traumatische Orte sind überdeterminiert und multiperspektivisch. Im Gegensatz zu symbolischen Sinnkonstruktionen von Museen und Denkmälern ist das Gedächtnis der Orte uneinheitlich und irreduzibel komplex. Die unterschiedlichen Affekte, die am selben Ort verankert sind, machen seine Komplexität aus.“ Aus Aleida Assmann: „Der lange Schatten der Vergangenheit“



18–23 Uhr

Club-Bar Herz der Finsternis



3. Woche


Donnerstag, 1. Mai 2014


19 Uhr opening
u.s.w.
Zeichnungen
Heribert Hirschmann, Edgar Sorgo, Ingo Abeska und e.d gfrerer

18–23 Uhr
Club-Bar Herz der Finsternis


Freitag, 2. Mai 2014

19 Uhr opening
Ach, die armen Teufel!
Adaption der Installation Glück auf Erden (2011), mit Textauszügen aus dem „Recht auf Faulheit“ von Paul Lafargue (1883).
Soundmix und Arrangement: Bernd Heinrauch.
Toninstallation, 2014
Anita Hofer

18–23 Uhr
Club-Bar Herz der Finsternis

u.s.w.
Zeichnungen
Heribert Hirschmann, Edgar Sorgo, Ingo Abeska und e.d gfrerer


Samstag, 3. Mai 2014

18–23 Uhr
Club-Bar Herz der Finsternis

Ach, die armen Teufel!

Adaption der Installation Glück auf Erden (2011), mit Textauszügen aus dem „Recht auf Faulheit“ von Paul Lafargue (1883).
Soundmix und Arrangement: Bernd Heinrauch.
Toninstallation, 2014
Anita Hofer

u.s.w.
Zeichnungen
Heribert Hirschmann, Edgar Sorgo, Ingo Abeska und e.d gfrerer

 

4. Woche | Im Rahmen von aktuelle kunst in graz 2014


Donnerstag, 8. Mai 2014

19 Uhr, opening
Poster
Präsentation der Plakat Edition
ekw 14,90 (Moke Klengel, Christoph Rath, Marlies Stöger, André Tschinder)

18–23 Uhr

Club-Bar Herz der Finsternis



Freitag, 9. Mai 2014

19 Uhr, opening
I work as
Audio-Installation
Doris Prlic

Folientransfer
Installation
Kurz/Tschinder

18–23 Uhr

Club-Bar Herz der Finsternis



Samstag, 10. Mai 2014

11 bis 23 Uhr
I work as
Audio-Installation
Doris Prlic

Folientransfer
Installation
Kurz/Tschinder

16 Uhr
Beginn Sonderveranstaltung akig 2014

12 golden moons
für 2 Sängerinnen, Keyboard und Zuspielband
Frie Reissig und Dagmar Anna Hödl

Künstler/in werden leicht gemacht
Ein schreckliches Dramolett?
Eine Informationsveranstaltung von hierwirstdugeholfen.mur.at
Alena Baich, Albert Pall

Statement

mit anschl. Diskussion
Robert Blazek (amici delle SVA)

KEIN ZUFALL
Text-Beitrag von Lucas Cejpek
Aus: Lucas Cejpek: UNTERBRECHUNG. BURN GRETCHEN. Sonderzahl Verlag, Wien 2014.
 
11 bis 23 Uhr
Club-Bar Herz der Finsternis


Sonntag, 11. Mai 2014

11 Uhr bis 17 Uhr
Arbeit 2012.04.30 09:44 – Präparieren von 15 Klavieren für 2 Performances und eine Klanginstallation
Kurz/Tschinder


11 bis 23 Uhr
Club-Bar Herz der Finsternis

 

5. Woche


Donnerstag, 15. Mai 2014


19 Uhr, opening
Wir und der subjektivierte Tauschwert –
oder besteht zwischen Wert und Würde irgend ein Verhältnis?

Foto-Installation
Gue Schmidt

Eine Auswahl von am Projekt SVA – Social Venture Analyses Beteiligten, bzw. auch andere der uns umgebenen gesellschaftlichen und politischen Kälte Betroffene, wurden fotografisch portraitiert. Diese Fotografien – ausgearbeitet im Format 70x100 in Schwarz-Weiss – sind am Boden eines Raumes von RHIZOM montiert.
Die Besucher/innen wie auch wiederum die Beteiligten beschädigen im unausweichlichen Beschreiten müssen das Abbild der Anderen wie auch ihr eigenes.

18–23 Uhr
Club-Bar Herz der Finsternis


Freitag, 16. Mai 2014

19 Uhr, opening
Armutsgrenze
Malaktion – Boden-Installation
Margit Maure, Hunger auf Kunst & Kultur

18–23 Uhr
Club-Bar Herz der Finsternis

Wir und der subjektivierte Tauschwert –
oder besteht zwischen Wert und Würde irgend ein Verhältnis?

Foto-Installation
Gue Schmidt


Samstag, 17. Mai 2014

19 Uhr, Beginn/opening
salon brösl. der kuchen im getriebe.
soziales wagnis eines manifests

Lecture / Talk
Eva Brede
Johanna Glösl
Tanja Peball

salon brösl ist ein gemeinsames projekt von eva brede und johanna glösl, das an der schnittstelle von kunst
und vermittlung experimentiert. der salon brösl agiert parasitär. er möchte bereits vorhandene strukturen,
räume und institutionen nutzen, um deren kommunikatives potential auszuloten. bereits entwickelte
ausstellungskonzepte von institutionen, mit denen beide bereits durch eigene netzwerke in kontakt sind,
bieten den dafür benötigten spiel- und aktionsraum.
im rahmen der rhizom veranstaltungsreihe sva – social venture analyses werden eva brede und johanna glösl
ihr projekt salon brösl sowie einen text-kommentar der dramaturgin und philosophin tanja peball vorstellen.
anhand ihres salon brösl manifests werden soziale wagnisse gemeinsam mit tanja peball argumentiert und diskutiert.

18–23 Uhr
Club-Bar Herz der Finsternis

Armutsgrenze
Boden-Installation
Margit Maure, Hunger auf Kunst & Kultur

Wir und der subjektivierte Tauschwert –
oder besteht zwischen Wert und Würde irgend ein Verhältnis?

Foto-Installation
Gue Schmidt

 


6. Woche


Donnerstag, 22. Mai 2014

20 Uhr, Beginn/opening
"in der zukunft sind wir alle tot"
stefanie sargnagel liest aus ihrem debut roman "binge living" in dem sie anhand von gesammelten facebook statussen ihren alltag zwischen callcenter, wirtshaus und kunststudium skizziert.

Lesung, Zeichnungen und eine Fahne
Stefanie Sargnagel

"Ich studiere Malerei an der Bildenden und arbeite nebenbei im Callcenter. Eigentlich schiebe ich mein Diplom vor mir her, weil ich annehme, dass danach auch niemand sagt, „Wow, Sie sind Kunstmagister, sowas haben wir genau gesucht.” und mich hysterisch mit Geldscheinen bewirft. Außerdem klingt es auch irgendwie besser zu sagen: „Ich studiere bildende Kunst, und um das geile Boheme-Dasein, die verrückten Partys und die ausgelassenen Orgien eines aufstrebenden Genies zu finanzieren, arbeite ich hin und wieder in einem—HAHA—HALTEN SIE SICH FEST—Callcenter.“ als: „Ich arbeite im Callcenter. ENDE.“ Seit mittlerweile zwei Jahren schleppe ich meinen verfallenden Körper mal mehr, mal weniger verkatert durch die Straßen in diesen Moloch, um mir mein Headset wie eine eiserne Schelle anzulegen und für Stunden mit hängenden Schultern vorm PC verharrend meiner armseligen Tätigkeit nachzugehen, damit mir einmal im Monat großzügig ein Nasenrammel aufs Konto geschmiert wird…“ (Textauszug v. Stefanie Sargnagel)


18–23 Uhr
Club-Bar Herz der Finsternis


Freitag, 23. Mai 2014

18–23 Uhr
Club-Bar Herz der Finsternis

"in der zukunft sind wir alle tot"

Zeichnungen und eine Fahne
Stefanie Sargnagel

I work as
2-Kanal Soundinstallation, 6 min Loop
Doris Prlić

Als Ergebnis eines künstlerischen Forschungsprojektes zu KünstlerInnen und ihren Arbeitsrealitäten, Überlebensstrategien und Nebenjobs entstand die Arbeit “I work As”. Das Skript zu den verwendeten Klangaufzeichnungen setzt sich aus den Ergebnissen von Interviews sowie aus einer historischen Recherche zu Nebenjobs von KünstlerInnen zusammen. Verschiedene SprecherInnen, die alle selbst als KünstlerInnen arbeiten, nehmen dabei unterschiedliche Positionen gleichzeitig ein. Die aufgezeichneten Sprachfetzen fügen sich zu einem Klangbild, das verschiedene Lebensrealitäten vergleicht.


Samstag, 24. Mai 2014

20 Uhr, Beginn
Weil wir es uns wert sind! RHIZOM = 0,26 Jhd.

NEW VIENNA BEATS

Für E-Gitarre, Elektrische Gambe und virtuelles Beatensemble
oder ein Konzert für Beseelte.
Karl Wilhelm Krbavac
Das Soloorchester

Eintritt frei.

Alle Kompositionen sind von und mit Karl Wilhelm Krbavac „DAS SOLO-ORCHESTER“.
Die Musik bewegt sich von der klassischen Moderne bis zur Musik von Jimi Hendrix. Es werden auch Kompositionen in den Richtungen Crossover bis zu Jazzelementen in den kammermusikalischen Werken aufgeführt. Der Schwerpunkt Jazz schließt die innovative Auseinandersetzung in der Vielfalt der verschiedenen Musikstücke nicht aus. Das Werk ist eine Mischtechnik zwischen freier Zwölftontechnik und zeitgenössischen Jazzrockelementen in der ernsten Musik. Der Computer wird als Klangrealisator von digitaler Kammermusik und als neuer musikalischer Weg im Sinne der Wiener Schule, sowie für Kompositionen in großen Instrumentalbesetzungen in einer neuen Art Concert Ensemble zu neuen Klangformen vereint. Der Komponist und Multiinstrumentalist spielt in Live Action Komposition und Improvisation für Viola da Gamba und E-Gitarre als Soloinstrumente zu monomentalen Klangbildern. (Textauszug © 2014 by Karl Wilhelm Krbavac)

 
18 bis 23 Uhr
Club-Bar Herz der Finsternis

 

7. Woche

Donnerstag, 29. Mai 2014

Achtung!!! OUT OF EL EDEN! POMISGASSE – ÖKOPARK
Beginnzeit:14 Uhr
social gardening
KUNST = NATUR minus X
Raum: Ökopark Fekonja
Die Jugendlichen (J., A., K., O., M., I., und einige mehr)

„Auf dem ehemaligen Besitz der Familie Fekonja konnte sich (…) ungestört eine kleine Oase entwickeln.“ (Infotafel der Stadt Graz im Park)
Im Ökopark im Bezirk Jakomini stand 3 Jahre lang ein Container der Stadt Graz als Treffpunkt für die kids des umliegenden Wohngebiets. Ende letzten Jahres wurde er ohne Vorankündigung weggeräumt. Es gäbe keinen Bedarf mehr dafür. Am 29. Mai um 14 Uhr treffen sich die Jugendlichen (J., A., K., O., M., I., und einige mehr) mit Unterstützer/innen für die Wiederherstellung des Containers im Ökopark (Siedlung Pomisgasse, nähe Grazer Messe) zu einem Erlebnisrundgang und einer Bestandsaufnahme. Diese wird um 19 Uhr im RHIZOM, Jakoministraße 16, 1. Stock vorgestellt.

18–23 Uhr

Club-Bar Herz der Finsternis



Freitag, 30. Mai 2014

19 Uhr, opening
WIR
Raum-Installation
Mirko Maric

18–23 Uhr

Club-Bar Herz der Finsternis

 

Samstag, 31. Mai 2014

19 Uhr, opening
Summarum de SVA
Foto-Installation
Zita Oberwasser
Zita Oberwalder hat die 7-wöchige Projektreihe fotografisch begleitet und wird als vorläufigen Abschluss des SVA-Projektes eine Auswahl ihrer Arbeiten zeigen.

Das Diagramm als Torte
Die Aufteilung des RHIZOM–SVA–Gesamtbudgets (Infrastruktur, Personalkosten, Miete, Materialkosten und Künstler/innenhonorare etc.) wird vom Excel-Diagramm in eine wohlschmeckende Torte übersetzt, sichtbar, nachvollziehbar, essbar!
Salon Brösl (Eva Brede, Johanna Glösl)

Das Pensionskonto. Die Antwort auf ihr Leben.
„Auswertung“ der ausgefüllten Fragebögen
Margret Kreidl (Fragebögen), Albert Pall („Auswertung“)


18–23 Uhr

Club-Bar Herz der Finsternis



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EINSCHREIBUNG für Besucher/innen
im DenkRaumRhizom
April/Mai 2014, jeweils Do bis Sa, 18 bis 23 Uhr
Texte, Zeichnungen und anderes ZurLage/ZumProjekt/ZuProjekten herstellen, signieren und im DenkRaumRhizom zur Installation montieren!


 

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