Reflection Zone beinhaltet Beiträge, Statements und Diskurse über Verhältnisse und Bedingungen nichtkommerzieller Kunst-Arbeit. Die letzte öffentliche Debatte über das Evaluierungsverfahren der Stadt Graz 2008, mehrjährige Förderungsvereinbarungen mit "freien Gruppen" betreffend, ist auf Grund ihrer lokalen Bezüglichkeit nur in deutscher Sprache.

Wir haben heute aus den Zeitungen erfahren, dass wir EUR 12.000,- Jahresförderung von der Stadt Graz bekommen werden. Abgesehen von der Art und Weise dies über die Medien mitgeteilt zu bekommen (was eher strategische Hintergründe haben dürfte), freut uns sehr, einen Teil unserer schon länger geplanten Projekte für 2009 umsetzen zu können und unsere Miete bis Dezember zahlen zu können. Das ändert nichts an unserer Kritik, das Evaluierungsprocedere betreffend. Der intendiert missverständlichen Darstellung es gäbe keinen qualitativen Unterschied zwischen mittelfristiger Förderung (= für 3 Jahre ein Mietverhältnis abschließen zu können) und Jahres-/Projektförderung (= bis Jahresende planen zu können) werden wir weiterhin mit differenzbildenden Maßnahmen begegnen. Nur verlassen wir jetzt den Verwaltungskunstdistrikt und begeben uns in die rhizomatische Materialsprache. rhizooooooooom

2009-03-03 22:38:51 rhizom kunstkollektiv

Geschaetzte Rhizomaten! Ich moechte euch fuer die unvergesslichen Interventionen der letzten Jahre danken und versichere euch, die Erinnerung daran wachzuhalten - mit einem Vers von Joseph Brodsky gesprochen: "Die Hunde halten die Erinnerung wach / und heben noch am alten Ort das Bein." (aus: Haltestelle in der Wueste, 1966) Lasst euch nicht unterkriegen!

2009-03-01 16:34:53 Markus Gfrerer

Dein/Ihr Kommentar rhizom hat in den letzten jahren immer wieder durch frische und originelle projekte überrascht. die inszenierungen im öffentlichen raum haben die stadt temporär verändert und verzaubert. so stelle ich mir eine lebendige kulturstadt vor.

2009-03-01 12:10:41 Dein/Ihr Name eva ursprung

Hallo…Ich verfolge diese Debatte via Internet, Post von Rhizom und Telefonaten mit Rhizoms, Leo meistens, und teilweise Medien; und ich kann feststellen, im woertlichen Sinne, dass die EVALUTOREN ihre RHIZOM-Evaluierung gar nicht analytisch oder qualitaetsmaessig bewertet haben. Darueber haben auch schon meine Vorgaenger hier geschrieben: »… den verantwortlichen ist es wohl entgangen, dass rhizom mit ihren projekten die stadt graz von innen heraus (z.b. jakoministraße) und von unten zum thema macht und somit einen sehr wichtigen künstlerischen beitrag leistet.« Der zweite Punkt der ‚Begruendungen’ fuer den 3-jaehrigen Foerderungsentzug fuer RHIZOM, naemlich dass RHIZOM ‚keine permanente Struktur und Aktivitaet besitze’, ist auch klar dementiert worden, weil RHIZOM eine TOTALE rund-um-die-Uhr- Aktivitaet betreibt, wie wir alle wissen. Im Vergleich zu einer staatlichen Institution wirkt RHIZOM aktivitaetsmaessig zu Al Jazeera im Vergleich zu CNN. Auch meine persoenlichen Erfahrungen mit RHIZOMs und anderen, assoziierten oder mit RHIZOM befreundeten ‚Rhizomaten’ ergeben aehnliche persoenliche Erfahrungen, die schon fast zwei Jahrzehnte dauern. Fuer mich, eine Slowenin, die in Graz studierte und ihre intellektuelle ‚Evaluierung’ unter anderem auch in Graz ‚vollzogen’ hat, haben RHIZOM und Werkstadt Graz zum Beispiel eine sehr ‚offene’ und produktive und nicht zuletzt grazspezifische und gleichzeitig global visionaere Kuenstlerinitiative repraesentiert. Diese Leute - die ich auch ‚privat’ hoch respektiere als sehr praktische und pragmatische Personen, von denen ich viel mehr ueber die Kunst gelernt habe als durch das Studium oder durch die Arbeit in staatlichen Institutionen - diese Leute waren immer die creme de la creme fuer mich. Sie schaffen ‚alles’ allein – internationale Kontakte, Events, Kunst- und Kuenstleraustausch, Konzepte, Publikationen und alles drum und dran haben sie immer geschafft ohne verschwenderische buerokratische, ultrainstitutionalisierte Infrastrukturtaetigkeit. Also der erste Punkt der erwaehnten Begruendungen ‚Rhizom besitze keinen institutionellen o. ae. Rahmen’ ist voellig absurd. ‚Den Rahmen’ kann man auch anders als materiell betrachten – einen institutionellen Rahmen zu besitzen, kann auch heissen, dass man die kuenstlerischen Kontakte von seinem PC aus zu Hause betreibt, und nicht unbedingt, dass man ein teures Buero im Stadtzentrum gemietet hat. Fuer ein Kunst-Event ist es wichtig, dass es einen Diskurs initiiert, dass der Diskurs

2009-02-12 13:17:24 Vanesa Cvahte

Liebes Rhizom, sehr geehrter Herr StR. Riedler! Von verschiedenen Stellen wurde mir inzwischen versichert, an der Entscheidung gegen Rhizom und weitere Betroffene sei nicht zu rütteln, sie werde nicht zurückgenommen und keinesfalls werde eine neuerliche Evaluierung vorgenommen. Wie Dr. Riedler anlässlich der Diskussion im Forum Stadtpark ausführte, ist die Vergabe – welcher Form auch – von Subventionen eine „freiwillige“, ebenso die Methode, Künstlervereinigungen als förderungswürdig zu beurteilen. Vielleicht habe ich diese Ausführung missverstanden und nicht die Vergabe öffentlicher Gelder geschieht „freiwillig“, vielmehr dürfte es sich vorrangig um die Bestimmung der Höhe von Subventionen handeln. Damit, und im Rahmen von Kulturförderungsgesetzen, entspricht dies einer Entscheidung, die irgendjemand treffen muss. So weit, so unklar. Nachdem sich inzwischen der – offenbar sehr wohl - zu Rat gezogene Fachbeirat von dem Evaluierungsergebnis, das Rhizom betrifft, distanziert hat, stellte Leo Kreisel-Strauß in der Diskussion die einzig wirklich wichtige Frage um das Prozedere: Es besteht eine merkwürdige Punktediskrepanz zwischen der Beurteilung durch den Fachbeirat und der letztlich durch Evaluierer Dr. Wischenbart verantworteten deutlich geringeren. Die Frage von Kreisel-Strauß, wie denn diese Diskrepanz zustande käme, wurde von Dr. Wischenbart in einer unverständlichen und ausholenden Suada letztlich überhaupt nicht beantwortet! Vielmehr entstand bei mir der Eindruck, dass Wischenbart durch verquaste Rhetorik und kalkuliertes Abschweifen versuchte, niemals auf die vergleichsweise einfache Frage eingehen zu wollen, geschweige denn, sie plausibel zu beantworten. Es bleibt die Frage: Wie kommt die Punkte-Diskrepanz zwischen Beurteilung durch den Fachbeirat und als Ergebnis verantworteter durch Rüdiger Wischenbart zustande. Sofern diese Frage nicht geklärt werden will, bleibt das Ergebnis dieser Evaluierung gelinde gesagt obskur, wenn nicht an ein Kalkül zu denken ist. Wenn schon keine Verpflichtung zu einer Evaluierung besteht und auch die Teilnahme der Untersuchten ihrer eigenen Entscheidung obliegt, sollten letztlich Methode und Verfahren nachvollziehbar und von den Evaluierten so akzeptierbar sein. Im Märchen von Hase und Igel lief sich der Hase tot, weil er glaubte, ein Rennen gegen nur einen Igel zu bestreiten. Tatsächlich wurde er aber von zwei Igeln getäuscht. Wenzel Mraček, Kunsthistoriker, Kulturjournalist, Graz

2009-02-09 13:58:05 Wenzel Mracek

2009-01-29 18:14:24 HOTELPUPIK

hallo liebes rhizom-team! ich finde die entscheidung der evaluierungskommision sehr bedauerlich, sehr schade, sehr .... ALSO, ich finde, dass die entscheidung einfach SKANDLÖS ist!!!!!graz als kulturstadt?NEIN, hier passiert unkultur. den verantwortlichen ist es wohl entgangen, dass rhizom mit ihren projekten die stadt graz von innen heraus (z.b. jakoministraße) und von unten zum thema macht und somit einen sehr wichtigen künstlerischen beitrag leistet. ich fordere hiermit die stadt graz auf, diese entscheidung wieder zurückzunehmen, denn eine stadt ohne rhizom ist arm dran.

2009-01-29 14:25:04 alex bernhard

Herrn Kulturstadtrat Mag. Dr. Wolfgang Riedler Rathaus Hauptplatz 1 8010 Graz Sehr geehrter Herr Kulturstadtrat! Mit Befremden hören wir, dass der Kulturinitiative RHIZOM die mittelfristige Förderung der Stadt Graz für die nächsten drei Jahre entzogen wurde. Wir schätzen RHIZOM als "seelenverwandte" Einrichtung, die sich mit großer Leidenschaft der zeitgenössischen und experimentellen Kunst verschrieben hat und entsprechende Projekte mit enormen Engagement und großer Originalität durchführt. Besonders hervorzuheben sind dabei die Interdisziplinarität sowie die Einbeziehung von Publikumsschichten, die vom Kunstbetrieb gewöhnlich nicht angesprochen werden. Dies gelingt insbesondere durch die Auseinandersetzung mit sozial relevanten Themen sowie durch konsequente Nutzung des öffentlichen Raumes als Ort der Kunst. Wir ersuchen Sie dringend, Ihre Entscheidung – die wohl nur auf einem Missverständnis beruhen kann – zu überdenken und grüßen freundlich Gerhard Pilgram und Emil Kristof, für das Universitätskulturzentrum UNIKUM Klagenfurt/Celovec

2009-01-29 11:51:03 Gerhard Pilgram, Emil Kristof

Betr.: Evaluierung Mehrjahresverträge - Stadt Graz S.g. Damen und Herren - Verantwortliche und Betroffene, Auch der "Steirische Tonkünstlerbund" wurde durch die Evaluierung des Institutes Wischenbart aus den Mehrjahresverträgen - unserer Meinung nach völlig ungerechtfertigt - herausgenommen - und das zu seinem 80-Jahre-Jubiläum. Nachdem ich erst heute (28.1.) aus der Kleinen Zeitung vom heutigen Diskussionstermin im Forum Stadtpark erfahren habe (warum gab es eigentlich keine längerfristige Einladung an Betroffene ?), ist mir eine Teilnahme leider unmöglich. Daher folgende weitere Stellungnahme zur unseeligen Evaluierung: 1) Weder Herr Wischenbart noch ein Mitglied des "Fach"-Beirates hat meines Wissens 2006-08 eine unserer Veranstaltungen besucht. 2) Auf unseren sorgfältigst und ausführlichst ausgefüllten Fragebogen von NEUN Seiten erfolgte auf Nachfrage lediglich eine völlig unbegründete und nicht nachvollziehbare "Evaluierung" von VIER Zeilen (251 Zeichen) mit unrichtigen Behauptungen. 3) Herr Wischenbart hat zugegeben, dass der Fachbeirat überhaupt (!) keine Punktebewertung abgegeben hat - dennoch wurde eine negative Entscheidung getroffen. 4) Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Aktivitäten unseres Vereines erfolgte überhaupt nicht, die minimalistische Begründung für die Entscheidung basiert lediglich auf Äußerlichkeiten und völlig falschen Interpretationen unserer Angaben. 5) Herr Wischenbart hat z.B. das Angebot, sich unsere CD-Edition anzusehen/-hören, mit der Begründung "er kenne sich da nicht aus", abgelehnt. Unsere Notenedition wollte er an eine Bekannte weitergeben, die Klavier spielen kann. Viele im Fragebogen angeführten bzw. im Interview von mir berichteten Details wurden ignoriert oder völlig "verdreht". Fakten, die Herr Wischenbart im Interview explizit als "positiv" bezeichnet hat, tauchen überhaupt nicht mehr auf. 6) Trotz seit 2003 laufend gesunkener Förderungen sind die Resultate der Aktivitäten des "Steirischen Tonkünstlerbundes" nachweisbar - sowohl quantitativ wie qualitativ - permanent ansteigend oder zumindest konstant, was ich auch deutlichst zum Ausdruck gebracht habe. 7) Herr Wischenbart ist - als Germanist und Romanist - überhaupt nicht qualifiziert, die Professionalität und Qualität von musikalischen Veranstaltungen zu beurteilen ... was sich ja durch seine verfehlte "Evaluierung" deutlich herausgestellt hat. 8) Nachdem die Tätigkeit des Wischenbart-In

2009-01-29 11:45:45 Prof.Mag.Gerhard Praesent

Liebes Rhizom Ich drücke in Wut erstarrt meine Solidarität mit euch aus! Ich, als Künstler des durch euch so sehr unterstützes Kollektiv "endlich katzernersatz Wurstenden 14,90", wäre ich/ wären wir heute ganz klar nicht da wo ich/wir heute bin/sind! Immer wart und seid ihr grosse Vorbilder im ermöglichen und schaffen von Kunst in Graz und weit darüber hinaus. Aus Zürich weigere mich ein Rhizom-loses Graz zu denken und hoffe auf euren Erfolg! Christoph Rath, Teil von "ekw 14,90"

2009-01-29 11:37:12 Dein/Ihr Name Christoph Rath

Liebe Angelika, liebe RHIZOM Aktivistinnen und Aktivisten. möchte Euch meine Solidarität ausdrücken und hoffe, dass sich Riedler besinnt, auch was die WERKSTADT GRAZ betrifft.Kann leider wegen Terminkollision nicht zur Diskussion kommen und wünsche viel Erfolg.Gute Grüße Günter Eisenhut

2009-01-28 18:15:45 Günter Eisenhut

Dein/Ihr Kommentar plattform kunst ~ öffentlichkeit 2006 haben wir eine diskussionsveranstaltung "kunst im öffentlichen (?) raum" in innsbruck veranstaltet. fachleute mit erfahrung und praxis an der baustelle: kunst im öffentlichen raum wurden eingeladen: quivid münchen, dr. schütz stadtkunst zürich, dr. christpoh schenker vetor matei bejenaru isai rumänien und rhizom aus graz in diesem diskurs erwies sich die arbeit von rhizom als interessant, anregend und lebendig. mit ihren konstruktionen, anleitungen, spielen, interaktionen....gelingt es ihnen die menschen im öffentlichen raum zu erreichen und partitizipieren zu lassen. rhizom ist, wie der name sagt ein programm, welches dem unerwartetem, dem atmosphärischen raum gibt und dem stadtbild in der problemzone jakoministrasse farbe gegeben hat. wir bedauern, dass eine ex-kulturhauptstadt europas, ihr lokalcholorit über bord wirft und gemäß der neoliberalen praxis dort einspart, wo ohnehin schon seit jahren unter prekären bedingungen kontinuierliche künstlerische arbeit geleistet wurde. plattform kunst ~ öffentlichkeit (christopher grüner, robert pfurtscheller, michaela niederkircher, christine prantauer, jeannot schwartz)

2009-01-28 13:59:04 Dein/Ihr Name plattform kunst ~ öffentlichkeit

Liebe Rhizome! Ich will das Thema jetzt einmal etwas tiefer fassen, sollte euch das zu lang sein, so löscht es einfach wieder raus, denn lang wird es. Geärgert habe ich mich über das Statement vom Kulturhofrat Kriesche, der sinngemäß sagt, habts e einen lieben Wasserschädel, aber wenn’s euch evaluieren lassts, dann seids selber Schuld, wenn’s rausevaluiert werdets, weil ihr das System der Evaluierung damit gut heißt. Wäre der Hofrat freischaffender Künstler, wäre das Statement schon ok, so aber ist er pragmatisierter Beamter und somit unverrottbar wie ein Plastiksackerl. Auch seine diversen Tätigkeiten wurden evaluiert, allerdings ohne Konsequenzen für ihn persönlich. Siehe Landesausstellung 2000. Denn die Evaluation eines Hofrats kostet nur, hat aber praktisch kein Einsparungspotential. Deshalb, lieber Kulturhofrat, ist dein Statement zynisch. Auch die Evaluierungsseuche selbst ist zynisch. Neben mir liegt ein dickes Buch „Mehr als soziokulturelle Chancen sei 1977“, der steirischen Gesellschaft für Kulturpolitik, vulgo von Stadt, Land und Bund subventionierter SPÖ Kulturveranstaltungen, die lauter gesellschaftskritische Projekte realisierte. Auch die haben auf Evaluation geschissen und eben dieses Buch sich auf die Schulter geklopft. Und da liest man z.B. vom Parteiangestellten Karl Heinz Herper , über diese gesellschaftskritische Parteiinitiative, dass man weiter „tausend Blumen blühen lässt“...„Und den auch der finanzielle Kältestrom der Kostenrechner und Erbsenzähler nicht einebnen wird können.“ Kurzum, die SPÖ erledigt die kulturelle Gesellschaftskritik selber. Auch Hofrat Kriesche macht in diesem Buch den kritischen Kampel und bemerkt ironisch, ein Projekt von ihm mit Grazer jugendlichen Arbeitslosen sei kurzerhand abgesagt worden, mit der Feststellung der einschlägigen Behörde, dass es in Graz keine jugendlichen Arbeitslosen gäbe. Also auch nicht jedes kritische Hofratsprojekt wurde finanziert. Getragen hat er das wie ein Mann, seine Kritikfähigkeit und sein künstlerischer Einsatz wurden dadurch nicht geschmälert. Dieses Projekt gab es freilich nicht. Der Hofrat hat das sicher privat bedauert, so wie er auch Rhizom privat seiner Sympathie versichert. (Hofräte verfügen über einen privaten Gefühlshaushalt!) Eines tritt in diesem Buch klar zu Tage, die Gesellschaftskritik, die macht man sich selber und man finanziert sie sich auch selber, wurscht was da die Kostenrechner, der finanzielle Kältestrom und die Erbsenzähler möchten. Das nennt man dann j

2009-01-27 16:27:45 Erwin Michentahler

Hier ein paar Eindrücke aus der Zeit als alles noch gut war. Hotel Rhizom in der Jakoministrasse: http://www.youtube.com/watch?v=tGFvx8rd98A und das Palatschinken Restaurant: http://www.youtube.com/watch?v=nC7TUbX8gjM

2009-01-27 13:14:14 Cym

Ende 2006 hat die plattform kunst~öffentlichkeit gemeinsam mit der Tiroler Künstlerschaft im Kunstpavillon eine Veranstaltungs- und Diskussionsreihe zum Thema „kunst im öffentlichen (?) raum“ durchgeführt. Bei dem Projekt wurden einerseits Strukturen, Modelle und Forschungsprojekte zum Thema Kunst im öffentlichen Raum dargestellt und andererseits geht es um die Präsentation künstlerischer Projekte. Mit Prof. Christoph Schenker (CH) und Dr. Heinz Schütz (D) konnten zwei Experten aus dem theoretisch-wissenschaftlichen Umfeld zu Vorträgen eingeladen werden. Matei Bejenaru aus Rumänien stellte das soziokulturelle Projekt cARTier vor und das Grazer KünstlerInnenkollektiv RHIZOM präsentierte einen Film über das Projekt „land art cross soccer“, das 2005 für das Festival der Regionen entstand. Das mit jedem Vortrag anwachsende Informationsmaterial wurde nacheinander auf Tischen präsentiert und es wurde sozusagen ein Projektarchiv angelegt, das exemplarisch verschiedene Procedere und Forschungsansätze dokumentierte. Das Spektrum der Betrachtungsweisen erhöhte sich durch die unterschiedlichen politischen und geografischen Zusammenhänge aus denen die ReferentInnen kamen. Der Archivtisch, den RHIZOM bespielte, machte die Fülle, die Qualität und die Konsequenz der langjährigen Tätigkeit des Kollektivs deutlich. 2007 waren KünstlerInnen der plattform kunst~öffentlichkeit auf Einladung von RHIZOM in Graz zu Gast. Mehrjährige Förderverträge erleichtern die Arbeit Kulturschaffender, gewährleisten mittelfristig Planungssicherheit und helfen sich auf die Inhalte konzentrieren zu können. RHIZOM diese Errungenschaft im 20. Jahr des Bestehens und des kontinuierlichen künstlerischen und gesellschaftspolitischen Außeinandersetzens zu entziehen, zeugt einerseits von geringer Wertschätzung der von RHIZOM geleisteten Arbeit und ist andererseits eine Absage an prozessorientierte, offene Konzeptionen im Kunstdiskurs im Allgemeinen. Hoffentlich erkennt die Grazer Kulturpolitik, dass ohne Wurzelgeflecht die schönste Baumkrone nicht hält!

2009-01-27 10:51:54 Ingeborg Erhart

Mit großer Hartnäckigkeit hat Rhizom in vielen querköpfigen Aktionen Sand ins Getriebe eines vielfach verschlafenen Kultur -Establishments gestreut. Wo so etwas möglich ist, ist nicht nur Provinz. Die fragwürdigen Begründungen, mit denen jetzt der Geldhahn zugedreht wurde,sprechen genau für das Gegenteil: Das ist tiefste Provinz. Das tut weh.

2009-01-23 11:34:41 Michaela Hampala

Seit Jahren verfolge ich die verschiedensten Tätigkeiten der Künstler im Verein rhizom, mal von ferner, mal von der Nähe. Die Projekte und Veranstaltungen waren und sind für mich oft schwer einzuordnen, und gerade das macht sie noch interessanter und kunstvoller. Unter diese verschiedensten Tätigkeiten fällt jedoch auch sehr viel Verwaltungsarbeit, z.B. auch Ansuchen für Förderungen, ohne die ein einigermaßen freier Kunst- und Kulturbetrieb nicht möglich ist. Nach diesem offensichtlichen Fehler in der Subventionsvergabe kommt noch mehr solche unproduktive Verwaltungsarbeit auf rhizom zu. Wie kommt eine KünstlerInnengruppe dazu, ihre Energie für Arbeit aufzuwenden, für die andere beruflich bezahlt werden? Wo bleibt die politische Aufarbeitung von Verwaltungsfehlern, wenn offensichtlich verschiedene beteiligte Instanzen im Evaluierungsverfahren nicht mal wissen, was die andere tut oder getan hat? Wo bleibt die Stellungnahme vom politisch verantwortlichen Kulturstadtrat? Nach soviel Fehlern und Untätigkeit in der Aufarbeitung bleibt leider nur ein Schluss übrig: Es ist Unfähigkeit zusammen mit politischem Unwillen. Für die (ferne?) Zukunft kann man nur hoffen, dass diese Evaluierungsverfahren in allen Stufen tranparent und auch für die Öffentlichkeit einsehbar abgewickelt werden.

2009-01-20 12:10:45 Ewald Puhr

Seit über 15 Jahren durfte ich die Künstlergruppe RHIZOM auf seiner Fahrt durch das Meer der Unbeständigkeit begleiten. Nicht nur als Betrachter, sondern auch als aktiv Mitwirkender. Mit jeder Aktion, Ausstellung oder auch Happening wurde ein Vielfaches an Energie der einzelnen Mitglieder im Prozess der Arbeit zum Ausdruck gebracht – die Finanzmittel konnten eigentlich nie den Aufwand der getätigt werden musste decken – der persönliche Einsatz jedes Einzelnen floss in die Arbeiten ein, ohne dass dafür ein Endgeld in Rechnung gestellt wurde. Das war so als ich zu Rhizom stieß, und es war in etwa noch so als Rhizom ohne mich weiterarbeitete. Allein das ist schon skandalös. Dass nun aber durch diese/eine so genannte „Evaluierung“ nicht nur Qualität der bisherigen Tätigkeit von Rhizom, sondern auch Leistungen die dazu geführt haben warum, was, wer Rhizom ist und wofür steht, Rhizom damit wegrationalisiert wird, weil vielleicht nicht konkurrenzfähig genug und möglicherweise zuwenig effizient, ist EIN SKANDAL SCHLECHTHIN! Nicht € 11.300,- sollten sie für ihre Jahrestätigkeit bekommen sondern das 10fache, damit der gesellschaftliche Mangel am Beispiel RHIZOM nicht ständig Verewigung findet. In diesem Sinne möchte ich nicht nur den Evaluierungsagenten sondern auch der smarten Grazer Stadtregierung ins Stammbuch schreiben: „Nüchternes Denken ist besonders trefflich, wenn es nicht auch schmal ist. Kühnes Denken ist besonders kostbar, wenn es auch die Grenzen kennt, die es erweitert. Und doch gibt es Fälle, wo nicht nur über die Schranken, sondern sogar übers Ziel hinausgeschossen werden muss, um es zu treffen. Wie es umgekehrt eine Formel aller Gemeinheit sein kann, die Dinge zu nehmen, wie sie sind, im Sinn, sie dabei zu belassen.“ (ERNST BLOCH, aus „Das Prinzip Hoffnung“) Gue Schmidt

2009-01-19 16:29:16 Gue Schmidt

liebes rhizom-team! wir schätzen eure arbeit sehr und es ist ein skandal, wie man mit euch umgeht. wir selbst waren mit unserer evaluierung äußerst unzufrieden. wünschen euch alles gute und trotzallem weiterhin die kraft gegen die oberflächlichen und mittelmässigen mainstreamkulturkonzepte- und meinungen anzutreten. werkraumtheater lg rezka & franz

2009-01-19 11:51:22 Rezka Kanzian

Ich finde es ausgesprochen schade, dass Rhizom nicht weiter gefördert wird, sind sie doch einige der wenigen, die sich auch konkret auf soziale und lokelle/regionale Aspekte und Kontexte Bezug nehmen. Und die engen Grenzen vieler Kunstproduktionen ausweiten. Und das 20 Jahr Fest mit Bulbul was sowieso große Klasse. Peter Stoppacher

2009-01-19 10:38:41 Dein/Ihr Name

Die Kuratorin Carmen Iovitu vom MNAC Bukarest (Nationales Museum für zeitgenössische Kunst Bukarest) war von der Arbeit des Künstlerkollektivs Rhizom sehr begeistert. Ein Kataolog, den ihr Angelika Thon bei einem Meeting 2008 überreicht hat, gab ihr Einblicke in die Arbeiten von Rhizom und das Museum hat auf Grund dessen, einer zukünftigen Ausstellung in den Galerien der Innenstadt des MNAC für eine Gruppe von österreichischen Künstlern gemeinsam mit Rhizom zugesagt. Ich unterstütze aus vollster Überzeugung, dass die Arbeit von Rhizom durch ein Basisbudget gesichert werden muss und nicht durch ständiges Ansuchen um Fördergelder in ihrer Linearität und Kompromislosigkeit beeinträchtigt werden. Linda Maria Schwarz.

2009-01-16 11:50:06 Linda Maria Schwarz

Keine „permanente Struktur und Aktivität?“ Im Gegenteil! Wie kontinuierlich Rhizom in den letzten Jahren gearbeitet haben, zeigt schon ein kurzer Blick in ihre Kataloge („keine Angaben“ zu Publikationen?!) oder auf ihre Homepage. Es schadet auch nicht, eine Rhizom-Veranstaltung besucht zu haben: in den dazugehörigen Kommentaren (Pressetexte, Führungen etc.) wurde auf eben dieses Charakteristikum von Rhizom immer ausführlich eingegangen. Tatsächlich sind der Informationsmangel bzw. das Desinteresse, die die Begründung des Fachbeirats in nicht nur in diesem einen Punkt atmen, schon fast nicht mehr glaubwürdig. Die Vermutung liegt nahe, dass hier von einer politischen Instanz falsche, aber gewichtig klingende „Argumente“ vorgeschoben werden, um die drastische Kürzung der Fördermittel ohne viel Federlesens durchsetzen zu können. (Dazu passt, dass sich die Mitglieder der Evaluierungskommission bereits von der „Diktion“ ihrer [?] Begründung distanziert haben, s.u.) Scheinbar soll mit Rhizom ein unbequemes, nicht für Repräsentationszwecke in touristischen Glanzmagazinen geeignetes Element aus der großteils ebenso stylisch wie gemütlich gewordenen Grazer Kulturlandschaft entfernt werden. Dass Rhizom aber über Jahre hinweg mit der Jakoministraße eine Leiche der Stadtplanung wieder und wieder zu Leben erwecken konnten (und der Stadt damit einen nicht hoch genug einzuschätzenden Dienst erwiesen haben!), wird nicht beachtet. Glücklicherweise hat sich jedoch offensichtlich niemand die Mühe gemacht, nachzuschlagen, was der Name dieser Künstlergruppe eigentlich bedeutet - sonst wüssten die Verantwortlichen nämlich, dass "Rhizomen" mit Kürzungen nicht beizukommen ist. Gleichgültig, wie weit man sie zurückstutzt: die Pflanze wächst wieder nach.

2009-01-15 19:23:19 Andreas Unterweger

Dein/Ihr Kommentar Solidartät sollte man nicht nur mit einer Unterschrift,einer Mailadresse und einigen Grußworten bekunden, sondern auch mit einer Überweisung auf das Rhizom Konto, also -stellt die Kontonummer ins Netz! Gruß Josef.

2009-01-15 15:09:21 Dein/Ihr Name josef schuetzenhoefer

Rhizome sind Netzwerke. An Klippen wachsende Bäume werden unter der Oberfläche von anderen Bäumen durch ein weitverzweigtes Wurzelwerk miternährt - diese Wurzelwerke sind oft tief vergraben, in fast allen Fällen sind sie unsichtbar. Ohne dieses Netzwerk sind die einzelnen Bäume - egal ob sie nun exponierter stehen oder in Gruppen - auf Dauer nicht (überlebens)fähig. Deleuze und Guattari haben dieses Wissen aus den Naturwissenschaften in die Kulturtheorie verbreitet, Rhizom hat sich dieses Wissen als zentrale Ausgangsüberlegung und Handlungsprämisse angeeignet. Nicht der Kunstmarkt, nicht die Kulturpolitik, nicht ein unterhaltungssüchtiges Publikum. Rhizom steht für fragen, suchen, forschen, vernetzen, entwickeln. Und das ist es, was ein urbaner Raum braucht. Die Stadt ist ohne Rhizom(e) nicht zu denken. ESC (Reni Hofmüller, Ilse Weber)

2009-01-14 14:18:14 ESC im LABOR (R. Hofmüller/I. Weber)

auf einem zweiseitigen papier fragt ihr nach stellungnahmen. wenn man sich den evaluierungsprozeduren unterwirft, muss damit gerechnet werden, dass dann die entscheidungen nicht allen freude bereiten. fairerweise muss noch dazu gesagt werden, dass euere informationen zu einer inhaltlichen stellungnahme nicht ausreichen, zumal jeder vergleich mit anderen gruppen fehlt. der rest ist sympathie. meine habt ihr wirklich, mehr noch, ich bewundere eueren unmöglichen und unermüdlichen einsatz. „die stadt zu verlassen“, wie ihr es formuliert, ist der zu empfehlende weg, als sich weiter auf „die stadt zu verlassen“. mit guten grüssen, richard kriesche.

2009-01-14 11:42:45 Richard Kriesche

1. Und wer evaluiert die Evaluierer? 2. Bildet sich hier eine neue Kaste und Klasse heraus wie anno dazumal die (zumeist unsägloichen) Kulturmanager? 3. Und wer braucht da noch die(se) KulturPOLITIK?

2009-01-13 15:54:52 Heinz P. Wassermann

Es braucht die kleinen Absonderlichkeiten der feinen kleinen Kunstszene. Das sollte genügen.

2009-01-13 15:51:39 fRitz

Dein/Ihr Kommentar RHIZOM besitzt keinen institutionellen Rahmen - RHIZOM ist eine Institution! Ihr ward in Zeiten des Um- und Aufbruchs in Polen, Rußland, Korea, Kolumbien und Nicaragua(und vieles mehr). Habt kontextbezogen Kunst entwickelt und dafür gesorgt, dass Adequates auch aus diesen Ländern in Graz stattfindet. Offenbar legt Graz auf internationale Relevanz keinen Wert mehr. Kulturpolitisch ist Graz auch nicht im Aufbruch oder Umbruch, lasst Graz schlafen!

2009-01-13 15:40:24 Dein/Ihr NameMag. Klaus Kreisel

Was einmal weggenommen wurde, erlangt man nicht mehr so schnell zurück. Davon können wir Bonner ein Lied singen: Es war einmal eine Bundeshauptstadt... Flöten ging mit der Politik aber nicht nur die Kultur, sondern das internationale Flair, die Kunst, die Kaufkraft. Interessant am Umzug war jedoch: Die wenigsten wollten dorthin. Aber was einmal entschieden war, wurde auch gehalten, egal was es nun auch gekostet hat. Lasst also Graz, wie es ist und nehmt unsere Lehre als schlechtes Beispiel.

2009-01-13 15:01:22 Jens Tomkowitz

Subject: Opportunismus vs. Wahl Reply-To: Opportunismus vs. Wahl Jede Epoche hat ihre eigenen "wichtigen" Themen und offenen Fragen. Im besten aller Fälle hat eine Epohe auch "ihre" K�nstlerInnen, die sich mit diesen Fragen auseinandersetzen, in verschiedensten Formen und mit den zur Verfügung stehenden Mitteln. Die Entscheidung, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen, kann aus verschiedenen Blickwinkeln heraus geschehen. Als Opportunismus bezeichne ich diese Projekte und Ansätze, die nur a aufgrund kommerzialisierbarer Ueberlegungen gedacht und gemacht werden (s. 2008 die Anzahl und Art der Projekte rund um/in Nicaragua) - und die interessieren mich nicht. Als Wahl bezeichne ich diese Ansätze, deren zentrales Anliegen die Auseinandersetzung und das Verständnis sind. (s. Rhizom - Fernsehen) Das sind die Projekte und Ansätze, die einen realen Bezug zum Jetzt, zur jeweils gegenwärtigen Situation herstellen. Sie sind in sich politisch, und politisch relevant. Dem KünstlerInnenkollektiv Rhizom g

2009-01-13 12:10:15 Reni Hofmueller

Ja was soll ich sagen. von heut auf morgen kein Geld mehr haben, und nicht zu wissen wie die Zukunft aussieht, kenne ich aus meiner 14jährigen Tätigkeit im "Explosiv". Auch wir waren immer wieder mal vom Zusperren betroht - Leute ich kann euch nachfühlen - Rhizom ist eine wichtige Einrichtung in dieser Stadt, und mir völlig unverständlich, warum gerade diese Einrichtung gekillt werden soll.... Mit ihrem sozialkritischen Programm, immer am Puls der Zeit, mit aktuellen Bezug zum Zeitgeschehen stellen die Künstler von Rhizom auf ihre Art ein Unikum dar. Anstatt die langweiligen, angepassten und teils unkritischen etablierten Kulturträger finanziell zu stutzen, und das damit gewonnene Geld der freien innovativen Szene zur Verfügung zu stellen, gibts in Graz wieder einmal Kahlschlag. Ich könnte jetzt sagen "Graz ist anders", ist es aber nicht. Man kann solche Entwicklungen zum Beispiel auch in Deutschland erkennen. Das Explosiv wünscht euch viel Kraft für die Zukunft. Kämpft weiter!!!

2009-01-13 09:52:10 Molnar Rene (Juz Explosiv)

Ein kulturbürokratischer Irrtum! Und eine Chuzpe, keine Förderung, weil wenig Förderung! Kunst- und Kultur abseits des mainstream, soll erhalten bleiben!

2009-01-12 20:47:34 Gerlinde Hacker

wie ich mir dachte, ein kulturbürokratischer irrtum! erwarte zuversichtlich eine korrigierende neubewertung! manfred kummer, graz

2009-01-12 15:57:57 manfred kummer

Liebe KollegInnen von Rhizom, sehr geehrter Stadtrat Mag. Dr. Riedler, sehr geehrter Dr. Grabensberger, mit Verständnis haben wir die Aussendung von Rhizom dieser Tage zur Kenntnis genommen, in der die Evaluierung der Tätigkeiten des Vereins seitens der Kulturabteilung der Stadt Graz kommentiert wird. Als zuständiger Fachbeirat sehen wir uns zu den folgenden Richtigstellungen veranlasst: - die im Schreiben angegebene Evaluierung stimmt nicht mit den von Martina Chmelarz (als Vertreterin des Fachbeirates für Medienkünstlerische Praxis und freie Radios in der gegenständlichen Sitzung) vorgenommenen Beurteilungen überein (die beiden anderen Fachbeiräte waren aus terminlichen Gründen nicht in der Lage, an der Sitzung teilzunehmen) - im Besonderen ist darauf zu verweisen, dass hinsichtlich der eventuellen Zuerkennung eines Fördervertrages eine Beurteilung der nicht anwesenden, jedoch zuständigen Fachbeiräte ausstand und vereinbart wurde, diese einzuholen - sollte in einem Schreiben der Kulturabteilung an Rhizom die Begründung über den Wegfall des Fördervertrages unter Berufung auf den Fachbeirat für Medienkünstlerische Praxis und Freie Radios erfolgt sein, so geschah dies ohne Wissen des Beirates - von Seiten des Fachbeirates ist diese Entscheidung somit in keiner Weise nachvollziehbar - generell haben die Bewertungen bzw. Evaluierungen des Beirates lediglich den Status von Empfehlungen und sind für die Kulturabteilung bzw. für den Kulturstadtrat nicht bindend; aus dieser undefinierten Situation heraus, die einen erheblichen Spielraum für die städtische Administration wie für die politischen Entscheidungsträger beinhaltet, haben sich seit Bestehen des Beiratessystems immer wieder Konflikte und Missverständnisse ergeben - gleichzeitig ist darauf zu verweisen, dass der Wegfall eines Fördervertrages keinesfalls mit einem prinzipiellen Ausschluss von Föderungen gleichzusetzen ist; dennoch fordert der zuständige Fachbeirat eine nochmalige Befassung mit der Angelegenheit und eine Klärung der Situation - angesichts der aktuell den Verein Rhizom betreffenden Lage fordern wir grundsätzlich eine bessere Einbindung der Beiräte in der Form, dass die Mechanismen der Entscheidung transparent werden, vor allem dann, wenn Kulturschaffende im Namen der Beiräte von Entscheidungen informiert werden - schließlich sehen wir uns im Rahmen unserer Tätigkeit nicht als Agenten des Magistrates oder der Politik, sondern als Lobbyisten der Kulturschaffenden! In diesem Zusammenhang möchte der Fac

2009-01-11 19:47:56 Reinhard Braun

RHIZOM-BITTE WEITERLEITEN ! An den Fachbeirat für medienkünstlerische Praxis und freie Radios Sehr geehrtes Evaluierungsteam, Ich frage mich in welch geistigem Zustand Sie diese Entscheidung geboren haben.Auf einige Punkte gehe ich wegen Ihrer Lächerlichkeit wegen gar nicht ein.Was verstehen Sie unter Permanenz, einen Roman in Fortsetzungsfolgen?Rhizom hälts wohl eher mit den alten Griechen,-PANTA RHEI-meine Dame und Herren! Das steht der Kunst wohl im allgemeinen besser an.Am meisten emört mich der Vorwurf der mangelnden lokalen Relevanz.Ich war bei der4 letzten lokalen Aktivität dabei.Rhizom verwandelte den Jakominiplatz in eine Arena voll Licht und Musik.Hunderte Besucher dieser künstlerischen Intervention waren genauso begeistert wie ich. thanks god, daß ich nicht bei den klar positionierten Hauptplatzstandln war. In grenzüberschreitender Missbilligung Maria Haslinger Graz.

2009-01-11 14:52:13 Maria Haslinger

Rhizom hechtet nicht nach Quote. Rhizom ist kein Unternehmen, kein Profit Center. Rhizom ist eine Künstlergruppe. KünstlerInnen produzieren nicht am Fließband, lassen sich nicht in Positionierungen und Schemata pressen, liebäugeln nicht mit dem Publikum. Künstlerischer Ausdruck folgt der Inspiration, der Eingebung, nicht der Struktur, nicht dem institutionellen Rahmen. Rhizom ist permanent aktiv, seit über 20 Jahren. Rhizom agiert im öffentlichen Raum, nicht hinter Museumstüren. Rhizom hat Straßenbahnhaltestellen "musikalisiert", mit ihrem „Hotel“ jahrelang das Gesicht der Jakoministraße geprägt. Rhizom ist lokal relevant. Die internationale Kunstszene ist berechenbar genug. Graz braucht auch eine freie Szene. Eine unberechenbar kreative. Graz braucht Rhizom.

2009-01-10 20:34:23 Doris Lind

Rhizom ist für mich eine bewährte und interessante Marke, die für Engagement und Kreativität auf hohem Niveau steht. Will die Stadt engagierte und interessante KünstlerInnen aushungern und vertreiben? Was ist das für eine Kulturpolitik?. Mit solidarischen Grüßen Angela Flois

2009-01-10 10:37:59 Angela Flois

ich bin für eine große Relevanz-Party, bei der der Fachbeirat seines Amtes entkleidet wird.

2009-01-09 22:11:16 Erwin Michenthaler

Die Schiffe: leckgeschlagen. Das Wasser: bis zum Hals. Der Kampf: ums Überleben. Die Devise: Wassertreten. Und das schon seit Jahren. Die von oben zugewiesenen Claims sind abgesteckt, die Pfründe erschöpft durch fragwürdige Entscheidungen, Proporz und persönliches Kalkül. Die Kulturlandschaft präsentiert sich als Bild des Jammers: versiegende Brunnen, verdorrende Triebe, unbestellte Äcker. Traurig. Aber in Graz bald – wenn nicht gar jetzt schon - düstere Realität. Eigentlich eine Schande für die ehemalige Kulturhauptstadt Europas. Die Stadt ist pleite. Pleite sind auch die nicht institutionalisierten Kulturinitiativen. Ein Teufelskreis. Wo es an politischem Willen fehlt, werden gerne Beiräte eingesetzt. Augenauswischen und Verantwortungsschieberei, selbsternannte Gurus und handauflegende Wunderwirker: ein Kulturbeirat, der von nah und fern zusammentrifft, um über das Ach und Wehe einer Kulturszene zu richten, die mitunter nicht ihre eigene ist. Und über all dem wacht eine beamtete Kulturpolizei, sucht nach Relevanz, beanstandet rückläufige Förderungen, weigert sich, dort helfend und unterstützend einzugreifen. Der Tellerrand ist Meilen vom eigenen Nasenspitzel entfernt. Und wer weiß? Vielleicht droht hinter dem Horizont der Abgrund, weil die Welt doch ein Suppenteller ist. Die Kunst ist frei. Deshalb steht es auch allen Kulturschaffenden frei, sich selbst auszubeuten. Denn die Fährnisse der Budget-Politik lassen nichts anderes zu. Das Brücke-Team P.S.: Situationen wie Eure sind uns nicht unbekannt. Als soziokulturelles Zentrum kämpfen wir an zwei Fronten gegen die Windmühlen der Bürokratie und des Beirätlertums. Dennoch: Nase steif halten, weitermachen, Augen zu und durch! Mit den besten Wünschen.

2009-01-09 19:37:28 Verein "Die Brücke"

Hallo Graz! Guten Morgen, Künstlerischer Beirat! Aufgewacht! Rhizom taucht einfach auf, ist kontextuell und von daher ohne Rahmen im Sinne der Stadtverwaltung; es verbindet Bereiche des öffentlichen und des privaten Lebens miteinander, es verkoppelt Produktions- mit Lebenstechniken im Werk, sodass sie wie gegenseitige Kommentare wirken. Und das seit nunmehr 20 Jahren permanent. Ein unersetzlicher Teil der viel zu vernachlässigten Grazer Subkultur!! Liebe Rhizoms, verlasst bitte nicht die Stadt! Dr. Ursula Kiesling, Wien

2009-01-09 15:07:33 Dein/Ihr Name

es ist traurig aber wahr, das gefallen findet wer in ärsche kriecht und nicht jehne die versuchen wege zu beschreiten, die eine menschlichere freiere menschenwelt schaffen versuchen. die abhänigkeiten von förderungen hmm... was mich auch gerade beschäftigt sind verschiedene standbeine um nicht zu strauchel wenn eines einknickt. macht weiter!!!!!! auch wenn dieser fuß weg is, wenn wir uns gegenseitig stützen sin viele beine da die tragen!

2009-01-09 11:58:18 arun popper

Ich kenne RHIZOM von Anbeginn und schätze die mit hartnäckigem Einsatz und viel Eigenart präsentierte Darstellung eines ungewöhnlichen Kunst- und Kulturbegriffes. Das sich auch fern von Graz in Hartberg Menschen davon angesprochen fühlen, muss doch als Leistung anerkannt werden. RHIZOM verdient es weitere 20 Jahre zu bestehen. Das sollte auch unterstützt werden. 2009-01-09 Werner Kothgasser, Hartberg

2009-01-09 11:45:42 Werner Kothgasser

Was heißt hier keine Aktivität und Relevanz? Ich kenne und schätze die Arbeiten von RHIZOM - und das auch außerhalb von Graz!

2009-01-08 19:37:00 Dr. Silvia Bartl, Wien

Graz ist eine schöne Stadt. Sogar der Bürgermeister ist schön. Und kultiviert ist er. Und Graz. Weil Graz ja eine Kulturstadt ist. Die Großbürger haben große Kultur, und auch die Kleinbürger können schon mit Messer und Gabel essen. Graz ist also endlich in einer Kulturhochblüte angelangt. Was braucht es da noch Kunst?

2009-01-08 11:59:19 Albert Pall

Graz soll Designstadt werden. Dafür müssen KünstlerInnengruppen wie Rhizom weichen. Style, not Content lautet die Devise. Es ist Zeit, diese Stadt zu verlassen!

2009-01-07 08:55:43 Andrea Schlemmer
"Evaluierung der Förderverträge der Stadt Graz 2008"
Verlasst die Stadt!

RHIZOM=20. Das reicht! Als "Einstandsgeschenk" zum 20-jährigen Bestandsjahr im Luxus-Prekariat der Kulturhauptstadt Graz wurde uns im Zuge der Evaluierung 2008 die mittelfristige Förderung der Stadt für die nächsten 3 Jahre entzogen. Damit sehen wir uns unmissverständlich aufgefordert, unsere Arbeit vor Ort einzustellen und unsere Infrakultur aufzugeben.

(Begründung der Evaluierungskommission und Entgegnung von RHIZOM siehe pdf zum download)
Pdf RHIZOM-Entgegnung Pdf Resümee RHIZOM

Die mittelfristige Förderungszusage ist eine Errungenschaft, die über einen Zeitraum
von 3 Jahren längerfristige Absicherungen von Infrakultur und beschäftigten KulturarbeiterInnen ermöglicht. Unserer Meinung nach stellt sie ein unverzichtbares Instrumentarium für die kulturelle Entwicklung vor Ort dar. Sie drückt Wertschätzung und Vertrauen für alle jene aus, die diese ermöglichen. Und das sind in erster Linie noch immer die KünstlerInnen selbst.

Wir, die Unterzeichnenden, verurteilen mit Nachdruck den Ausschluss von RHIZOM aus der mittelfristigen Förderungsmaßnahme der Stadt Graz und die damit verbundene Gefährdung des Weiterbestehens von RHIZOM in Graz.

Wir fordern die Verantwortlichen der Stadt Graz auf, diese Entscheidung einer nochmaligen Prüfung zu unterziehen.