Albert Pall
Beschissene Verhältnisse III
"Die Sammlung Pall“
anschliessend: Tombola
Donnerstag, 10. April 2025, 19:00 Uhr
RHIZOM, Annenstraße 52, 8020 Graz
geöffnet:
Fr, 11. und Sa, 12. April 2025, 15:00 bis 18:00 Uhr
Mo, 14. und Di, 15. April 2025, 15:00 bis 18:00 Uhr
1.0 Präambel
[…] erzeugt der Output von Maschinen keine neue Wirklichkeit, sondern verdichtet vielmehr die virtuelle Realität zu Masse. Je weniger ungedachte Natur also, desto mehr leben wir in der Annahme, im Modell dieses Universums.
1.0.1 Aspekte / Ortung
KünstlerInnen als künstliche Personen sind in der Praxis das Konstrukt der ihnen oktroyierten Interpretation; sie tragen die Freiheit der InterpretatorInnen. KünstlerInnen als tatsächliche Personen unterliegen der Übereinkunft, Masse zu generieren und damit der vorliegenden Mechanik nach der Beliebigkeit anheim zu fallen; sie “schaffen” die “Kunst”, die als Eigentum (im Eigentlichen: Eigentümlichkeit) der VergesellschafterInnen/Gesellschaft gilt.
Da sich daraus eine seltsame äussere Zusammenführung von Kunst und KünstlerInnen ergibt und dies als Eigentliches (= Interpretationsderivat) als Vereinigung von Form (Masse) und Inhalt (Interpretation) erst gesellschafts- und damit marktfähig wird, erscheint die Kunst der VergesellschafterInnen/Gesellschaft. Die Masse als künstlerischer Auswurf der tatsächlichen Personen ist also nichts anderes als das Ergebnis der inneren Trennung von Kunst zur äusseren Vereinigung zu Kunst. So wird die Kunst einschliesslich der KünstlerInnen als künstliche Personen als Derivat der Interpretation und gleichzeitig als monetäres Ersatzkonstrukt der Freiheit der InterpretatorInnen handelbar.
nach Albert Pall, “modell”, Werkstadt Graz / 2000
http://lekes.at/Texte/modell.html
Mit herzlichem Dank an: rhizom
Mitarbeit: Sandra Ziagos, Heinz J. Schubert & e.d gfrerer