BRUTSTÄTTE

1995



Die Räumlichkeiten der Galerie Heinrichstraße bilden räumlich das Basislager – die Brutstätte. Die infrastrukturelle Ausstattung umfasst diverse Medien, die im Kunst- und Kommunikationsprozess zum Einsatz kommen. Sie sind Werkzeug und integrativer Bestandteil des Raumes in einem fortlaufenden Arbeitsprozess.
Fremd-Körper: Über die Wahrnehmung dessen, was im Raum an Knoten (das Absonderliche, das Andersartige, das Unverständliche, das Abweisende…) vorhanden ist, werden Oberflächen gesucht, Differenzen herausgebildet, die Annäherung an "das Andere" als Nachdenken am Material (am Körper – mit/von Sinnen) verstanden.
Der zeitliche Ablauf ist auf die Unmittelbarkeit der Eingriffe – das Fragmentarische gerichtet. Es sollte hier nicht strategisch geplante Kunstfertigproduktion betrieben werden, sondern die Möglichkeit ergriffen werden, etwas zu entwickeln, aufzunehmen und es weiter zu treiben. Demnach wird auf die Transparenz der Abläufe, die Nachvollziehbarkeit persönlicher Befindlichkeiten und die Darstellung des üblicherweise ausgeblendeten künstlerischen „Vorspiels“ Wert gelegt.
Der Präsentationskunst wird hier eine Struktur von nicht eindeutig zuordenbaren Teilen mit auf und absteigenden Intensitäten gegenübergestellt. Als Prozessauszug werden über den Zeitraum von 4 Monaten Originalphotos an ca. 400 Personen versandt.

Medien
Polaroidtableaus, Videoinstallation, PC-Installation/first Apple, Rauminstallationen, Malerei, Objekte, Mail-Art, Ready-made, Environments, Audio-Installation, Wärme- und Kälteinstallationen

KünstlerInnen
Christian Bachler, Leo Kreisel

Ort, Zeit
November 1995 bis März 1996
GALERIE Heinrichstraße
(Künstlergruppe 77)