Milo Strauss, Florian Sorgo
Landlord’s Game: „Wild Game“ statt „Brot & Spiele“

Donnerstag, 21. Dezember 2023, 19 Uhr
RHIZOM, Annenstraße 52, 8020 Graz

Als nächste Inkarnation von Purgatorium RHIZ* erfinden wir ein Gesellschaftsspiel, in dem Praktiken selbstbestimmten Lebens konsultierbar werden. Als Inspiration dient Lizzie Magies „The Landlord’s Game“ aus dem Jahre 1904, das entwickelt wurde um spielerisch auf die Gefahren eines privatisierten Immobilienmarktes hinzuweisen. In einer langen Geschichte des kapitalisierten Ideenraubs pervertierte sich daraus das weltweit bekannte Brettspiel „Monopoly“.

Sound Installation und andere Anomalien

Eröffnung der Ausstellung:
Donnerstag, 30. November 2023, 19 Uhr
RHIZOM, Annenstraße 52, 8020 Graz
Einführende Worte von Wolfgang Oeggl

Dauer der Ausstellung:
1. Dezember -15. Dezember 2023
Donnerstag, Freitag, Samstag
jeweils von 17–20 Uhr

Die Künstlerin ist auch am Freitag, den 15. Dezember anwesend.

Der Raum, der bleibt. Die Zeit, die bleibt. Zeitraum. Raum-Zeit-Kontinuum. Raumzeit-Krümmung.
Ein Wurmloch im Paradeiser. Singularitäten. Ein Ereignishorizont. Ein schwarzes Loch im Raum.
Anziehend. Severin dichtet undichte Stellen.

Rauminstallation (2023)
25 Objekte (2015/23)

Eröffnung der Ausstellung:
Mittwoch, 25. Oktober 2023, 19 Uhr
RHIZOM, Annenstraße 52, 8020 Graz
Einführende Worte von Wenzel Mraček

Dauer:
26.10. – 11.11. 2023, Do – Sa, jeweils 17 – 20 Uhr

Ist es Introspektion, was mich lehrt, ob ich’s mit einem echten Sehen zu tun habe, oder doch mit einem Deuten? Zuerst einmal muss ich mir klar werden, was ich denn ein Deuten nennen würde; woran sich erkennen lässt, ob etwas ein Deuten oder ein Sehen zu nennen ist. (…) Ludwig Wittgenstein

Fiktive menschliche Gesichtszüge werden zu artikulierten Spuren der Erinnerung – erst zur Zeichnung und somit zum Bild. Aus einem in mehreren Phasen geschaffenen Formenkanon aus linearen, zeichenhaften Elementen, die in wiederholten und veränderten Rhythmen zerlegt oder zusammengefügt werden, bilden sich Generationen anonymer Einzelportraits. Durch die elementaren Ähnlichkeiten – überformt in ihrer Leere und Blöße – entstehen scheinbare Verwandtschaften und eine kollektive Übereinstimmung.

Komponieren als Umherstreifen zwischen Idee, Klang, Bild und Schrift – Partituren, Skizzen, Hörstationen

Eröffnung der Ausstellung:
Freitag, 29. September 2023, 20 Uhr
RHIZOM, Annenstraße 52, 8020 Graz
Die Künstlerin ist anwesend.
Einführende Worte von Burkhard Stangl

Dauer: 30.09.–14.10.:
Donnerstag, Freitag, Samstag
jeweils 17–20 Uhr

Finissage
Lecture Performance mit Katharina Klement
Samstag, 14. Oktober 2023, 20 Uhr

Konzert/Uraufführung
Monde II
Freitag, 6. Oktober 2023, 21.30 Uhr
Helmut List Halle, Waagner-Biro-Straße 98a, 8020 Graz
Auftragskomposition des ORF musikprotokoll im
steirischen herbst
Schallfeld Ensemble mit Werken von Beat Furrer,
Katharina Klement, Sehyung Kim, Carlo Elia Praderio

Der Entwurf einer Graphic Novel als begehbarer Raum

Zeichnungen, Skizzen und Texte zum Projekt, das eine illustrierte Erzählung ist, verfasst von einem gewissen Lalo Palerme. Die endgültige Form wird wohl ein Buch oder Comic sein. Hier bildet das Material Streugut im Raum. Es geht um einen fake brother, um optische und humorige pseudohistorische Simulationen, um Original, Kopie und Fälschung, kurzum: analoge Kunstausübung. Die ungebrochen lustvolle Nachahmung, offen diskutiert, zeigt die Defizite von digital verbreiteten, gefälschten Erzählungen und ersetzt das theatrale Politische durch den steten, inhärenten Skandal von Kunst.

* hier bitte adäquates Adjektiv einfügen: z.B. zunehmende, exakte, spannende, verheerende, unerbittliche, einfältige, stotternde, rasende, geschmacklose, lebensferne, verbindliche, grelle, allumfassende, penible, kleine, großartige, kostenlose, fotorealistische, kümmerliche, liebevolle …

Der Musikmann Wolfram Scheucher trägt seinen kleinen portablen Verstärker (Vox rosarot) in das RHIZOM hinein. Er greift zur Gitarre und singt (oder pfeift) – als Vorspiel zur Eröffnung – dann verstummt die Musik wieder.

Einführende Worte von Christof Elpons

Die Künstler*innen sind am 23.03. anwesend und begleiten durch die Ausstellung.

Marlies Stöger, geboren 1978 in Graz, Künstlerin und Kunstvermittlerin. André Tschinder, geboren 1977 in Schwetzingen (DE), Künstler und Künstler:innenassistent. Beide studierten Experimentelle Gestaltung an der Kunstuniversität Linz, waren Radiomacher*innen (Radio Helsinki) und Teil der Künstler*innengruppe ekw14,90. Sie leben und arbeiten z.Z. in Linz.

Klang-Installation & Projektionen & Konzerte

Bordun, italienisch bordone, bedeutet soviel wie „Brummbass“ und bezeichnet den ausgehaltenen Basston zur Begleitung einer Melodie. Er bildet den elementaren Bestandteil der Drone Music, der sich das 2019 in Graz gegründete Bordone Ensemble verschrieben hat.
In Form einer Installation wird der Raum von ineinander verwobenen Stücken der einzelnen Musiker*innen des Ensembles eingenommen, in denen Elemente von akustischen und digitalen Klangerzeugern, Field Recordings und Tapemanipulationen ineinandergreifen.
Verwandte Bausteine finden sich auf visueller Ebene in den Projektionen des Film- und Projektionskünstler*innenkollektivs OchoReSotto – Fotografien, Found Footage und Manipulationen des Materials.

Installation

Nulla is an off-space gallery on the outskirts of Lviv, founded in 2022 by Anton Tkachenko as a reaction to the forced relocation from Kharkiv to Lviv due to the Russian invasion of Ukraine. On February 10th Anton will recreate Nulla in the garden of RHIZOM. He will create the exhibition that will only exist for a short moment when Anton will take photos of it.

(rhizom.lebend.geschichte III)
Öffentliche Sichtungen 1988–1992

Wir öffnen nochmals unsere Archiv-Boxen, um Material und Erinnerungen ziehen zu lassen – das Dokumentarische aufs Wesentliche zu reduzieren. Am Ende dieses Prozesses (in 7 Stationen je 5 Jahre) wird das Archiv an einen anderen Ort (POTON -1) verbracht und der Zwischenzeit überantwortet. Um dem Jetzt den Platz einzuräumen.
Alles ist in der Welt, der Erinnerung, dem Vergessen, der unbewußten Anknüpfung überlassen.

f. sich in die stadt einschreiben. RHIZ* – ein Commons(Gemeingut) von a bis z
2022/23

Als nächste Inkarnation von Purgatorium RHIZ* – „1:10 Modelle von Träumen und Übersetzungsmodule im Real-Raum Stadt“ – erfinden wir ein Gesellschaftsspiel, basierend auf „The Landlord’s Game“, in dem Praktiken selbstbestimmten Lebens konsultierbar werden. Als ein interaktives Handbuch wird das gesammelte Wissen der Projektreihe im Spiel zugänglich und verhandelbar gemacht. Entlang der sozialen, gesellschaftlichen, raumpolitischen und künstlerischen Bruchlinien des Projektes entstehen Vorstellungsräume, die unter dem Leitgedanken der „Unabhängigkeit durch Zusammenhalt“ beschritten werden können. Gemeinsam spielen wir nicht mehr Monopoly, sondern um das Freikämpfen oder kaufen von spekulativ-kapitalistischen Logiken.

Buchpräsentation · Predstavitev knjige
Brodi 1, Das Gedächtnis des Ortes · Kraj in njegov spomin
Petra Kohlenprath im Gespräch mit David Kranzelbinder

Vor sieben Jahren haben wir, meine Schwester und ich, uns auf die Suche gemacht, um Sprache zu finden. Um Geschehnisse, die lange vor unserer Geburt stattgefunden haben, im Mikrokosmos unseres familiären Systems sichtbar zu machen.

Rauminstallation

Mirko Maric stellt seine Impressionen über Bewegung, Dynamik, Geschwindigkeit, Mobilität und das Miteinander vor.

Ein Kunstprojekt von Angelika Thon

Laut Umweltexperten ist Österreich „Europameister“ bei der Verbauung von grünen Flächen. Täglich wird eine Fläche von umgerechnet 30 Fußballfeldern zubetoniert. In der Steiermark ist es etwa ein Fußballfeld pro Tag. In Graz jede Stunde 10 Quadratmeter.

Experten fordern jetzt ein Ende für Neuversiegelungen von landwirtschaftlichem Grünland. Der Bodenverbrauch verursache einen kontinuierlichen Verlust von produktiven Böden. Sobald eine Fläche versiegelt ist, ist es nahezu ausgeschlossen, dass sie wieder zu einer natürlichen Oberfläche transformiert werden kann.

ad hoc

Gedicht von Margret Kreidl 2022

Das Gedicht ist unveröffentlicht – es stammt aus dem neuen Buchmanuskript von Margret Kreidl Schlüssel zum Offenen,das im März 2021 in der Edition Korrespondenzen erscheinen wird.

…und was werden wir sehen? den Tunnel am Ende des begrenzten Horizonts? Montage: H.J. Schubert

Textinstallation Darwin Andino, Comayagua, Honduras, 2021

Wo ist das Geld? – Eine Frage, die zur Zeit in Honduras öffentlich an die Regierung gestellt wird. Vermutlich nicht nur in Honduras?

Margret Kreidl, Ich bin eine Demokratie,
Textintervention im Rahmen von art contains 2020, Foto: Lucas Cejpek